Infothek

Willkommen in unserer Infothek!
Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind spannende, aber oft komplexe Themen – besonders im Gastgewerbe. In unserer Infothek finden Sie verständliche Erklärungen zu wichtigen Begriffen, die Ihnen helfen, den Überblick zu behalten und neue Impulse für Ihren Betrieb zu gewinnen. Ob Sie nach nachhaltigen Lösungen suchen oder digitale Chancen erkunden möchten – hier finden Sie kompakte Infos, die Sie weiterbringen.

A

Abfallmanagement

Prozesse zur Reduzierung, Wiederverwertung und umweltgerechten Entsorgung von Abfällen. Ziel ist die Minimierung von Umweltauswirkungen.

Agrarwirtschaft

Wirtschaftszweig, der sich mit der Produktion pflanzlicher und tierischer Erzeugnisse befasst.

Aktivismus

Engagiertes Handeln, um gesellschaftliche oder ökologische Veränderungen herbeizuführen, z. B. in Umwelt- oder Menschenrechtsfragen.

B

Backups

Regelmäßige Datensicherungen gegen Verlust

Barrierefreiheitsstärkungsgesetz

Eine inklusive Gesellschaft, in der alle Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen, ist unser Ziel – in Deutschland und Europa. Ein wichtiger Schritt dorthin ist die Barrierefreiheit. Soweit es um Produkte und Dienstleistungen geht, fördert das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (kurz: BFSG) die gleichberechtigte und diskriminierungsfreie Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, Einschränkungen und älteren Menschen. Mit dem BFSG wird die EU-Richtlinie zur Barrierefreiheit (European Accessibility Act, kurz: EAA) umgesetzt. Durch einheitliche EU-Anforderungen soll das Barrierefreiheitsgesetz auch kleinen und mittleren Unternehmen helfen, die Möglichkeiten des europäischen Binnenmarktes auszuschöpfen. Quelle: BMAS

Belegschaft

Gruppe von Mitarbeitenden eines Unternehmens oder einer Organisation.

Bewusstsein

Verständnis und Sensibilisierung für ökologische und soziale Verantwortung.

Bildung

Vermittlung von Wissen und Fähigkeiten, z. B. im Bereich nachhaltiger Praktiken.

Bio-Zertifizierung

Anerkennung für Produkte, die nach ökologischen Standards erzeugt wurden (EU-Bio-Siegel, Demeter).

Bio-Siegel

Seit 2001 gibt es ein staatliches Bio-Siegel. Das sechseckige Zeichen mit dem Schriftzug "Bio" steht für die Kriterien der EG-Öko-Verordnung. Das Siegel definiert Mindestkriterien und ist im Wesentlichen vertrauenswürdig.

Biodiversität

Vielfalt der Ökosysteme, Arten und genetischen Ressourcen, die für ein stabiles Ökosystem unerlässlich sind.
Quelle: Übereinkommen über die biologische Vielfalt (CBD)

Biologisch abbaufähige Verpackungen (Materialien)

Verpackungsmaterialien, die durch Mikroorganismen in natürliche Bestandteile wie Wasser und CO₂ zersetzt werden können.

Blauer Engel

Der Blaue Engel ist seit über 45 Jahren das Umweltzeichen der Bundesregierung. Unabhängig und glaubwürdig setzt er anspruchsvolle Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Der Blaue Engel ist die Orientierung beim Einkauf.

C

CCF

Corporate Carbon Footprint

Channel Manager

Verwaltung von Buchungskanälen

Click & Collect

Vorbestellungen und Abholung von Speisen/Getränken

CSDDD

CSDDD steht für Corporate Sustainability Due Diligence Directive (deutsch: EU-Richtlinie zur nachhaltigen unternehmerischen Sorgfaltspflicht). Es handelt sich um eine geplante EU-Richtlinie, die Unternehmen verpflichtet, menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten entlang ihrer Wertschöpfungskette einzuhalten.

CO2

Kohlendioxid, ein Treibhausgas, das maßgeblich zur Erderwärmung beiträgt.

CO2e

CO2-Äquivalent

Community-Garden

Gemeinschaftlich bewirtschaftete Gärten zur Förderung lokaler Lebensmittelproduktion und sozialer Vernetzung.

Cookies

Kleine Dateien, die von Websites auf dem Gerät eines Nutzers gespeichert werden, um Einstellungen oder Daten zu speichern.

CSR

Corporate Social Responsibility - Unternehmerische Verantwortung für soziale und ökologische Nachhaltigkeit.

CSRD

Corporate Sustainability Reporting Directive

CSRD vs. CSDDD

Die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) verpflichtet Unternehmen zur Berichterstattung über Nachhaltigkeitsaspekte, während die CSDDD konkrete Maßnahmen zur Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards fordert. Derzeit befindet sich die CSDDD noch im Gesetzgebungsverfahren und wird voraussichtlich in den kommenden Jahren in nationales Recht der EU-Mitgliedstaaten umgesetzt.

Cybersecurity

Schutz von Computersystemen und Netzwerken vor Angriffen.

Cradle to Cradle

Konzept zur Schaffung von Produkten, die am Ende ihrer Lebensdauer wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden können, ohne Abfall zu erzeugen (Quelle: McDonough & Braungart, Cradle to Cradle).

D

Datenschutz

Schutz personenbezogener Daten vor unbefugtem Zugriff oder Missbrauch.

Demeter

Der Demeter e.V. ist der älteste Bioverband in Deutschland. Schon seit 1924 bewirtschaften Demeter-Landwirte ihre Felder biodynamisch. Aufgrund der lebendigen Kreislaufwirtschaft gilt die Demeter-Landwirtschaft als nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung und geht weit über die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung hinaus.

Digitale Barrierefreiheit

Sicherstellung, dass digitale Angebote für alle Menschen nutzbar sind, unabhängig von Einschränkungen.

Digitalisierung

Einsatz digitaler Technologien zur Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung.

Direktvermarktung

z.B. vom Bauernhof direkt zum Restaurant oder Hotel

DIN

Deutsches Institut für Normung e.V., die nationale Normungsorganisation Deutschlands, die Standards in verschiedenen Bereichen entwickelt.

Diversität

Der Begriff der Diversität wird häufig als Synonym für Vielfalt verwendet. Genauer versteht man darunter die Vielfalt oder Verschiedenartigkeit von Merkmalen, Eigenschaften und Elementen innerhalb einer Organisation, Gruppe oder der Gesellschaft.

DNK

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex richtet sich an Unternehmen und Organisationen. Der Transparenzstandard beschreibt in 20 Kriterien und in einer Auswahl von quantifizierbaren Leistungsindikatoren Nachhaltigkeitsleistungen in transparenter und vergleichbarer Form, der sogenannten DNK-Erklärung. Mit ihrer Hilfe kann beurteilt werden, wie Unternehmen Nachhaltigkeit im Kerngeschäft verankern. Chancen und Risiken werden sichtbar und können proaktiv gemanagt werden.

Doppelte Wesentlichkeit

Wesentlichkeit der Auswirkungen und die finanzielle Wesentlichkeit

DSGVO

Datenschutz-Grundverordnung: Seit 2018 gilt die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Erstmals wurde damit europaweit einheitlich geregelt, wie Unternehmen mit personenbezogenen Daten umgehen dürfen. Für Sie als Verbraucherinnen und Verbraucher ist die DSGVO von großer Bedeutung. Denn durch die Regelungen werden Sie in Ihrer Selbstbestimmung und Kontrolle über Ihre Daten gestärkt.

Dynamische Preisgestaltung

Anpassung der Preise in Echtzeit anhand von Nachfrage, Verfügbarkeit und Energieverbrauch, um Ressourcen zu optimieren.

E

Ehrenamt

Freiwillige, unbezahlte Tätigkeiten, oft mit sozialem oder ökologischem Nutzen.

EFRAG

European Financial Reporting Advisory Group

Emissionen

Freisetzung von Schadstoffen wie CO₂, Methan oder Feinstaub in die Umwelt.

EMAS

EMAS Eco-Management and Audit Scheme) ist ein Umweltmanagementsystem. EMAS, kurz auch Öko-Audit genannt, wurde 1993 von der EU entwickelt und soll den Unternehmen helfen, ihre Umweltleistungen zu verbessern, indem sie freiwillig ein umfassendes Umweltmanagement einführen. Dieses wird regelmäßig extern geprüft (zertifiziert).

Energieeffizienz

Reduzierung des Energieverbrauchs durch optimierte Prozesse und Technologien.

End-to-End-Verschlüsselung

Schutz von Gästedaten

Erneuerbare Energien

Energie aus natürlichen, unerschöpflichen oder sich regenerierenden Quellen wie Sonnenenergie, Windkraft, Wasserkraft, Biomasse oder Geothermie. Diese Energieformen tragen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur nachhaltigen Energieversorgung bei. Sie sind zentral für den Klimaschutz und eine umweltfreundliche Energiegewinnung.

Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)

ESG

Environmental, Social and Governance

EU-Ecolabel

Ein offizielles Umweltzeichen der Europäischen Union, das Produkte und Dienstleistungen kennzeichnet, die hohe Umweltstandards über ihren gesamten Lebenszyklus erfüllen.

EU-Omnibus

Am 26. Februar 2025 veröffentlichte die Europäische Kommission einen Vorschlag zur Omnibus-Verordnung. Die Verordnung soll die Pflichten der CSRD, der Lieferkettenrichtlinie (CSDDD), der Taxonomie-Verordnung und auch der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) bündeln. Ziel der Omnibus-Verordnung ist es, den bürokratischen Aufwand für Unternehmen, insbesondere KMU, zu reduzieren.

European Green Deal

EU-Konzept, um Netto-Treibhausgas-Emissionen bis 2050 auf null zu reduzieren.

EU-Taxonomie

Die Taxonomie-Verordnung ist ein zentraler Bestandteil des EU-Aktionsplans für ein nachhaltiges Finanzwesen. Ziel des Aktionsplans ist es, die Finanzströme in nachhaltigere Aktivitäten umzulenken, um so die Transformation der Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit finanzieren zu können. Die Taxonomie soll als einheitliches Klassifikationssystem genau definieren, welche Wirtschaftsaktivitäten als nachhaltig deklariert werden können und welche Bedingungen dafür erfüllt sein müssen. Damit soll ein einheitliches Verständnis geschaffen sowie Greenwashing verhindert werden. Nachhaltige Finanzprodukte und Unternehmen sollen so für Anleger*innen stärker in den Fokus rücken.

F

Fairtrade

Zertifizierungssystem für Produkte, die unter fairen Arbeits- und Handelsbedingungen hergestellt wurden.

Fairer Handel

Förderung sozial gerechter Handelspraktiken, z. B. durch faire Preise für Produzenten.

Fair Wear

Die Fair Wear Foundation (FWF) ist eine gemeinnützige Organisation, die gemeinsam mit ihren Mitgliedsunternehmen und weiteren Partnern wie Gewerkschaften, NGOs, Fabriken, Unternehmensverbänden und Regierungen ein klares Ziel verfolgt: die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie.

Firewall

Schutz vor unbefugtem Zugriff auf Netzwerke

Flexitarier

Flexitarier sind flexible Vegetarier, die zwar generell Fleisch essen, dies aber nicht täglich oder regelmäßig tun. Strenge Regeln zum Ausmaß des Fleischverzichts gibt es da-bei nicht. Ihre Gemeinsamkeit-en: Flexitarier legen besonders viel Wert auf den Tierschutz und die Qualität der Nahrung. Neben Umweltaspekten spielt wie bei anderen Formen des Vegetarismus auch ein verstärktes Gesundheitsbewusstsein eine wichtige Rolle.

Food Waste

Lebensmittelverschwendung entlang der Wertschöpfungskette, die durch bessere Planung und Logistik reduziert werden kann.

FSC – Forest Stewardship Council

Mit weltweit gültigen Standards, der beispiellosen Einbindung aller relevanten Interessengruppen und der Unterstützung durch namhafte Unternehmen sowie anerkannte unabhängige Umwelt- und Sozialorganisationen, gilt FSC als die glaubwürdigste Lösung für nachhaltige Waldwirtschaft. Die Zertifikatsvergabe erfolgt nach einer erfolgreichen Prüfung durch unabhängige Dritte, die mindestens jährlich wiederholt wird. Das FSC-System sichert so die Nutzung der Wälder gemäß den sozialen, ökonomischen und ökologischen Bedürfnissen heutiger und zukünftiger Generationen.

G

Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG)

ACHTUNG: Ladeinfrastruktur-Pflicht ab 1. Januar 2025

Mit dem „Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz" (GEIG) wird die „EU-Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“ (EPBD) in nationales Recht umgesetzt. Ab dem 1. Januar 2025 gilt für bestehende Nichtwohngebäude (z.B. Hotels oder Restaurants) mit mehr als 20 Stellplätzen die Pflicht, mindestens einen Ladepunkt für Elektrofahrzeuge zu installieren. Bei Neubauten oder größeren Renovierungen müssen zudem Leerrohre für Elektrokabel vorgesehen werden. Für KMU (kleine und mittlere Unternehmen) gibt es Ausnahmen, wenn die Umsetzung einen unverhältnismäßigen Aufwand bedeutet. Pächter sind nur verantwortlich, wenn es vertraglich festgelegt ist – ansonsten liegt die Pflicht beim Eigentümer. Eine frühzeitige Absprache mit dem Eigentümer und die Nutzung von Fördermitteln erleichtern die Umsetzung und bieten Gästen einen zusätzlichen Service.

Eine einfache und verständliche Übersicht hierzu bietet ElektroMobilität NRW. Alle Infos gibt es HIER.

ElektroMobilität NRW unterstützt zudem gastgewerbliche Betriebe bei den Überlegungen zur E-Mobilität. HIER können Sie Kontakt aufnehmen.

Gemeinwohl-Ökonomie

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein alternatives, ethisches Wirtschaftsmodell, entwickelt und gefördert durch den österreichischen Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie. Das Modell definiert Unternehmenserfolg anhand gemeinwohlorientierter Werte. Ziel einer ethischen Marktwirtschaft ist demnach ein gutes Leben. Menschenwürde, globale Fairness und Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit und demokratische Mitbestimmung sind dabei wesentliche Elemente. Anhand einer Gemeinwohl-Matrix erstellen die Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz.

Gemeinschaftsprojekt

Zusammenarbeit verschiedener Akteure zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels, z. B. im Bereich Nachhaltigkeit.

Gesellschaftliche Verantwortung

Die Verantwortung von Unternehmen, zum Wohlergehen der Gesellschaft beizutragen (Quelle: European Commission, Corporate Social Responsibility).

Gleichberechtigung

Der Zustand, in dem alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder anderen Faktoren gleiche Rechte und Chancen haben (Quelle: UN Women, Gender Equality).

Gluten

Getreideeiweiß, das bei manchen Menschen Unverträglichkeiten oder Zöliakie auslöst.

Green Claims Directive

Die Green Claims Richtlinie fokussiert sich speziell auf die Verwendung von Umweltangaben und Nachhaltigkeitssiegeln. Sie legt strengere Anforderungen an die Vergabe und Verwendung von Nachhaltigkeitssiegeln fest, um Greenwashing zu bekämpfen und Verbraucherinnen und Verbrauchern klare und wahrheitsgemäße Informationen über die Umweltleistung von Produkten zu ermöglichen.

Green Key

Ein internationales Umweltzeichen für touristische Einrichtungen, die hohe Umweltstandards erfüllen und nachhaltige Praktiken umsetzen.

Greenhouse Gas Protocol

Internationaler Standard zur Messung und Berichterstattung von Treibhausgasemissionen von Unternehmen (Quelle: World Resources Institute, Greenhouse Gas Protocol).

Green Sign

Ein Zertifizierungssystem für Hotels und andere touristische Betriebe, das Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein bewertet und auszeichnet.

Greenwashing

Täuschende PR-Strategie, bei der Unternehmen umweltfreundlicher erscheinen, als sie tatsächlich sind.

Laut dem Cambridge Dictionary lautet die Definition für Greenwashing (auf Deutsch „Grünwaschen“ oder „Grünfärben“) übersetzt: „Verhaltensweisen oder Aktivitäten, die den Eindruck erwecken, dass ein Unternehmen mehr für den Umweltschutz tut, als dem tatsächlich so ist“.

Grüner Knopf

Der Grüne Knopf ist ein staatliches Siegel für nachhaltige Textilien. Das Besondere: Es ist das erste Siegel, das systematisch prüft, ob Unternehmen Verantwortung für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards in ihren Lieferketten übernehmen. 

H

Hygiene

Integration nachhaltiger Produkte und Prozesse in den Bereich Sauberkeit und Gesundheit.

I

Initiativen

Projekte oder Kampagnen zur Förderung ökologischer oder sozialer Ziele.

Inklusion

Gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen, unabhängig von individuellen Einschränkungen.

Innovation

Entwicklung neuer Ideen, Produkte oder Prozesse, die nachhaltige Lösungen fördern.

Internet of Things (IoT)

Die Vernetzung physischer Geräte mit dem Internet, wodurch diese miteinander kommunizieren und Daten austauschen können, z. B. intelligente Thermostate oder vernetzte Küchengeräte im Gastgewerbe.

ISO

Internationale Organisation für Normung, eine unabhängige, nichtstaatliche Organisation, die internationale Standards entwickelt und veröffentlicht.

ISO 14001

ISO 14001 bietet einen klaren Managementrahmen, um Umweltauswirkungen zu reduzieren. Damit können Unternehmen sicherstellen, dass sie die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und das Vertrauen der Stakeholder gewinnen. Die Norm bietet einen systematischen Ansatz für die Planung, Umsetzung und Verwaltung eines Umweltmanagementsystems. 

J

Jahreszeiten (Menü)

Ein Speiseplan oder Menü, das sich an den saisonalen Verfügbarkeiten von Lebensmitteln orientiert und Gerichte entsprechend der jeweiligen Jahreszeit anbietet.

K

Klimaschutz

Maßnahmen zur Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels, etwa durch Emissionsreduktion (Quelle: Umweltbundesamt, Klimaschutz).

Klimaneutral

Der Begriff „Klimaneutral“ auf Produkten ist nicht gesetzlich geschützt. Er signalisiert nur, dass das Unternehmen für dieses Produkt Ausgleichszahlungen tätigt. Die Bedingungen für diese Ausgleichszahlungen sind aber nicht normiert oder vorgeschrieben. Es kann sowohl der ganze Lebensweg des Produktes oder aber nur der Herstellungsprozess im Unternehmen berücksichtigt worden sein. Zudem erlaubt der Begriff weder eine Aussage darüber, ob sich das Unternehmen um eine Reduktion anderer Umweltbelastungen bemüht (z.B. Gewässerbelastungen) oder ob das Produkt selbst umweltfreundlich ist (z.B. energieeffizient in der Nutzung). Achten Sie deshalb beim Kauf von Produkten oder Dienstleistungen in erster Linie auf die direkten Produkteigenschaften (Energieverbrauch, Herstellaufwand, enthaltene Stoffe etc.). 

Kompost

Organische Substanzen, die durch Zersetzung biologischer Materialien entstehen und als Dünger verwendet werden (Quelle: Bundesumweltministerium, Kompostierung).

Kompost (industriell)

Kompost, der in industriellen Anlagen aus organischen Abfällen hergestellt wird (Quelle: Deutscher Verband für Abfallwirtschaft, Industrielle Kompostierung).

Kompensieren

Nur unvermeidbare Emissionen seriös ausgleichen

Kreislaufwirtschaft

Materialien sparsam einsetzen, den Wert von Rohstoffen und Produkten lange erhalten und im Kreislauf führen– das ist das Konzept des zirkulären Wirtschaftens. Dazu gehören alle Phasen der Wertschöpfung: – von der Produktgestaltung und Produktion über den Gebrauch und die Reparatur bis hin zur Abfallbewirtschaftung.

L

Laktoseintoleranz

Wer nach dem Genuss von Milch und Milchprodukten Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall bekommt, verträgt möglicherweise Milchzucker (Laktose) nur in kleinen Mengen. Ärztinnen und Ärzte sprechen dann von einer Laktoseintoleranz oder Milchzucker-Unverträglichkeit. Nicht immer steckt eine Laktoseintoleranz dahinter, wenn jemand empfindlich auf Milch reagiert. Es ist daher wichtig, dass zunächst eine Ärztin oder ein Arzt eine Laktoseintoleranz feststellt, bevor man die Ernährung umstellt. Dies gilt vor allem für Kinder, Jugendliche und andere Menschen mit einem erhöhten Kalziumbedarf.

LksG

Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz

Lebensmittelverschwendung

Verlust von Lebensmitteln, die noch verzehrt werden könnten

Lokalität

Die Eigenschaft oder der Zustand, lokal oder ortsgebunden zu sein; oft im Kontext von Produkten oder Dienstleistungen, die aus der unmittelbaren Umgebung stammen.

LUCID

Das Verpackungsregister der Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister in Deutschland, in dem Hersteller und Inverkehrbringer von Verpackungen registriert sein müssen.

M

Mehrweg

Produkte oder Verpackungen, die für die mehrfache Verwendung konzipiert sind, um Ressourcen zu schonen und Abfall zu reduzieren.

Mehrwegverband

Mission: Wir, der Mehrwegverband Deutschland e.V., sehen eine Welt, in der geschlossene Ressourcenkreisläufe selbstverständlich sind. Deshalb möchten wir Mehrweg insbesondere für Lebensmittel, Take-away, Drogerie und eCommerce zur gesellschaftlichen Norm verhelfen. Den Mehrweg in Deutschland und Europa möchten wir kollektiv und effizient gestalten. Dazu leisten wir als Verband Arbeit zur Vernetzung, Sensibilisierung und den Wissenstransfer.

Mülltrennung

Systematisches Trennen von Abfällen zur Wiederverwertung und Reduktion von Restmüll (Quelle: Umweltbundesamt, Mülltrennung).

N

Nachhaltige Beschaffung

Nachhaltige Beschaffung ist ein Prozess, Produkte und Dienstleistungen zu beschaffen, die von der Herstellung bis zur Entsorgung, unter Berücksichtigung sozialer, ökologischer und ökonomischer Aspekte, geringere Folgen für die Umwelt haben.

Nachhaltige Mobilität

Transport- und Verkehrskonzepte, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte berücksichtigen, um langfristig umweltfreundliche und effiziente Fortbewegung zu gewährleisten.

Nachhaltigkeitskommunikation

Kommunikation von umweltfreundlichen und sozial verantwortlichen Unternehmenspraktiken (Quelle: Global Reporting Initiative, Sustainability Reporting).

Nachhaltigkeitskompass

Ein Leitfaden oder Tool, das Unternehmen, Betriebe und Organisationen dabei unterstützt, nachhaltige Praktiken zu implementieren und zu bewerten.

Naturschutz

Schutz und Erhalt von natürlichen Ressourcen und Lebensräumen (Quelle: Naturschutzbund Deutschland, Naturschutz).

Naturland

Bio und Öko sind zwar geschützte, aber dennoch dehnbare Begriffe. Das wird deutlich, wenn man die EU-Bio-Verordnung mit den strengen Richtlinien von Naturland vergleicht. Natürlich verzichten alle Bio-Erzeuger:innen und -Verarbeiter auf Pestizide, Mineraldünger, Gentechnik und viele Zusatzstoffe, die in der konventionellen Land- und Lebensmittelwirtschaft gang und gäbe sind. Aber Produkte von Naturland Landwirt:innen und Partnern bieten noch viel mehr.

NFRD

Non-Financial Reporting Directive

O

Ökobilanz

Eine Methode zur Bewertung der Umweltwirkungen eines Produkts oder einer Dienstleistung über den gesamten Lebenszyklus hinweg, von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung.

Ökologischer Fußabdruck

Der Ökologische Fußabdruck ist die Fläche auf der Erde, die aktuell für den Lebensstil eines Menschen benötigt wird. Das sind z. B. die Flächen für die Produktion von Kleidung, Nahrung und Energie, aber auch zur Entsorgung von Müll oder zum Binden des Kohlendioxids, das durch menschliche Aktivitäten freigesetzt wird, die pro Person anfallen. Die Werte werden in Globalen Hektar pro Person und Jahr angegeben und unterscheiden sich je nach Region erheblich. Das Konzept haben die Wissenschaftler Mathis Wackernagel und William Rees 1994 entwickelt.

Ökoprofit

Das Umweltprogramm ÖKOPROFIT (ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik) wurde im Jahr 1991 vom Grazer Umweltamt in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Graz entwickelt. Es ist ein Kooperationsprojekt zwischen der regionalen Wirtschaft, der Verwaltung und ExpertInnen (Private Public Partnership) und bietet Betrieben einen Umweltmanagement- Ansatz, der seinen Schwerpunkt auf Bewusstseinsbildung, Praxisnähe und Umsetzung von Maßnahmen legt. Von Beginn an hat sich ÖKOPROFIT als wirkungsvolles Instrument für eine nachhaltige wirtschaftliche und regionale Entwicklung bewährt.

Ziel ist es, betriebliche Emissionen zu reduzieren, natürliche Ressourcen zu schonen, die Ökoeffizienz zu steigern und das Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit zu erhöhen. Unternehmen, die an ÖKOPROFIT teilnehmen, reduzieren ihre Umweltbelastungen und senken langfristig die Kosten - durch technische und organisatorische Maßnahmen, um so Rohstoffe, Wasser und Energie einzusparen, Abfall und Emissionen zu vermeiden.

OEKO TEX

OEKO-TEX ist ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für Textilien, das auf gesundheitliche Unbedenklichkeit und umweltfreundliche Herstellungsprozesse überprüft. Das bekannteste Label ist STANDARD 100 by OEKO-TEX, welches garantiert, dass ein Produkt auf Schadstoffe getestet wurde und den festgelegten Grenzwerten entspricht.

Online-Buchungssystem

Booking Engine – Direkte Reservierungen über die Website

P

Plastikverbot

Auch wenn ab dem Jahr 2023 Alternativen durch Mehrwegverpackungen bei Außer-Haus-Bestellungen angeboten werden müssen, wird Einweggeschirr nicht verboten. Jedoch muss der Endverbraucher die Wahl haben dürfen, aus beiden Varianten auswählen zu können. Dabei muss der Endpreis für die Kundschaft gleichbleiben, auch wenn die Mehrwegverpackungen für Gastronom:innen im Einkauf mehr kosten sollten. Von dieser Pflicht sind Imbisse, Kioske und Spätkaufläden, mit einer Ladenfläche unter 80 qm und weniger als fünf Beschäftigten, befreit.

PCF

Product Carbon Footprint

PCI DSS

Payment Card Industry Data Security Standard – Sicherheitsstandards für Kreditzahlungen

Pescetarier

Ein Pescetarier (auch Pescetarierin) ist eine Person, die auf Fleisch von Landtieren (wie Rind, Schwein oder Geflügel) verzichtet, aber Fisch und Meeresfrüchte isst. Der Begriff stammt vom italienischen Wort pesce (Fisch) und wird oft als eine Unterform der vegetarischen Ernährung angesehen. Pescetarier ernähren sich in der Regel von Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Getreide, Milchprodukten und Eiern, zusätzlich zu Fisch und Meeresfrüchten. Manche wählen diese Ernährungsweise aus gesundheitlichen, ethischen oder ökologischen Gründen.

Phishing

Betrugsversuche durch gefälschte E-Mails

PMS

Property Management System - Hotelverwaltungssoftware

PEFCR

PEFCR steht für Product Environmental Footprint Category Rules. Dabei handelt es sich um spezifische Regeln für die Berechnung des Product Environmental Footprint (PEF), also des Umweltfußabdrucks eines Produkts.

Q

Qualitätsstandard

Festgelegte Kriterien, die für die Qualität von Produkten oder Dienstleistungen erfüllt werden müssen (Quelle: DIN, Qualitätsstandards).

R

Regionalität

Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe durch den Bezug regionaler Produkte.

Ressourcen

Ressourcen sind materieller oder immaterieller Natur. Sie umfassen sowohl Materialien, die in Unternehmensprozesse einfließen oder für solche genutzt werden (z. B. Kraftstoffe, Boden, Geldmittel, Arbeitskraft, Zeit, Informationssysteme), als auch sogenannte Ökosystemdienstleistungen (siehe „Ökosystemdienstleistungen“).

Recycling

Wiederverwertung von Materialien, um Abfall zu reduzieren und Ressourcen zu schonen (Quelle: Umweltbundesamt, Recycling).

Reduzieren

Emissionen messen und mindern

Reisen für Alle

Konzept, das Reisen für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen und Einschränkungen zugänglich macht (Quelle: Deutscher Tourismusverband, Reisen für alle).

Regenwasseraufbereitung

Verfahren zur Aufbereitung von Regenwasser, um es wiederverwendbar zu machen.

S

Saisonalität

Verwendung saisonaler Produkte, um Umweltbelastungen zu reduzieren.

Scope

Scope 1: Direkte Emissionen, die in Prozessen innerhlab des Unternehmens entstehen

Scope 2: Emissionen aus dem Bezug von Energie von anderen Unternehmen

Scope 3: Indirekte Emissionen, welche durch vor- und nachgelagerte Aktivitäten bei anderen Unternehmen/Verbrauchern entstehen

SDGs

Sustainable Development Goals: Die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN (Agenda 2030)

Self-Order-Terminals

Selbstbedienungsterminals für Bestellungen

Slow Food

Mit Genuss und Verantwortung die Zukunft unserer Ernährung sichern: Slow Food ist eine weltweite Bewegung, die sich für ein sozial und ökologisch verantwortungsvolles Lebensmittelsystem einsetzt, welches die biokulturelle Vielfalt und das Tierwohl schützt.

Slow Tourism

Eine Form des Reisens, die Wert auf Entschleunigung, intensives Erleben und Nachhaltigkeit legt, oft mit Fokus auf lokale Kultur und Umweltbewusstsein.

Smart Kitchen

Einsatz digital vernetzter Küchengeräte zur Optimierung von Garzeiten, Energieverbrauch und Arbeitsabläufen.

Smart Waste Management

Digitale Überwachung der Abfallmengen, um Entsorgungsprozesse zu optimieren und Abfall zu reduzieren.

Social Media

Digitale Plattformen und Anwendungen, die es Nutzer:innen ermöglichen, Inhalte zu erstellen, zu teilen und miteinander zu interagieren.

Soziale Verantwortung

Verantwortung von Betrieben gegenüber den sozialen und gesellschaftlichen Auswirkungen ihres Handelns.

Sustainablity

Nachhaltigkeit

T

Tarifverträge

Schriftliche Vereinbarungen zwischen Arbeitgebern oder Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften, die Arbeitsbedingungen wie Löhne, Arbeitszeiten und Urlaubsregelungen festlegen.

Tierwohl

Der physische und psychische Zustand eines Tieres in Bezug auf seine Lebensbedingungen und Behandlung.

THG

Treibhausgas

TourCert

TourCert vereint Expert*innen aus Tourismus, Wissenschaft, Umwelt, Entwicklung und Politik. Mit langjähriger Erfahrung setzen wir uns für einen verantwortungsvollen Tourismus ein. „Travel for Tomorrow“ heißt für uns, die Reisewirtschaft zukunftsfähig zu machen und auch die Reisenden dahingehend zu sensibilisieren, wie sie mit ihrem Urlaub einen positiven Beitrag für alle Beteiligten erzielen können.

Transparenz

Das Prinzip der Offenheit und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen und Prozessen in Organisationen oder Institutionen.

Treibhausgasbilanzierung

Die systematische Erfassung und Bewertung der Emissionen von Treibhausgasen, die durch bestimmte Aktivitäten oder Organisationen verursacht werden.

U

Umweltschutz

Maßnahmen, die darauf abzielen, die Umwelt zu erhalten und zu schützen (Quelle: Umweltbundesamt, Umweltschutz).

Unverträglichkeiten

Individuelle Reaktionen auf Lebensmittelbestandteile.

Unternehmensleitbild

Eine schriftliche Erklärung, die die grundlegenden Werte, Ziele und die Mission eines Unternehmens/Betrieb beschreibt.

Upcycling

Der Prozess, bei dem Abfallprodukte oder Materialien in neue, wertvollere Produkte umgewandelt werden.

V

Vegetarisch

Ernährung ohne Fleisch.

Vegan

Ernährung ohne tierische Produkte.

Vermeiden

Umweltfreundliche Alternativen entwickeln.

VSME

Voluntary SME-Standard (von EU für KMU)

VPN

Virtual Private Network – Sicherer Fernzugriff auf Systeme

W

Wassermanagement

Maßnahmen zur effizienten Nutzung und Schutz von Wasserressourcen.

Webinar

Ein Online-Seminar, das über das Internet in Echtzeit abgehalten wird und Interaktionen zwischen Vortragenden und Teilnehmenden ermöglicht.

Wertschöpfungskette

Die Wertschöpfungskette (engl.: Value Chain) ist die vollständige Abfolge von Aktivitäten oder Akteuren, die Werte in Form von Produkten oder Dienstleistungen schaffen oder empfangen. Aktivitäten können sein: Rohstoffbeschaffung, Vorfertigung, Veredelung, Vertrieb, Logistik sowie Recycling und Entsorgung gebrauchter Produkte. Zu den Akteuren, die Werte schaffen, gehören Lieferanten, ausgegliederte Erwerbstätige, Auftragnehmer und andere. Zu den Akteuren, die Werte empfangen, gehören Kunden, Konsumenten, Auftraggeber, Mitglieder und andere Nutzer. Der Lieferkette gegenüber ist die Wertschöpfungskette demnach der weitreichendere Begriff.

Workshop

Eine Veranstaltung, bei der Teilnehmende aktiv an spezifischen Themen oder Projekten arbeiten, oft mit dem Ziel, praktische Fähigkeiten zu erwerben oder Probleme zu lösen.

X

Y

Z

Zertifizierung

Nachweis, dass Produkte oder Prozesse definierte Standards erfüllen.

Zero-Waste

Konzept, das darauf abzielt, Abfall zu vermeiden und Ressourcen maximal zu nutzen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Erhöhte Sicherheit bei Logins.

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